Geschichte

 

Der TK IEV befindet sich im Moment im 131. Jahr seines Bestehens und bietet die Möglichkeit einer in vielfacher Hinsicht bemerkenswerten Bilanz. Zum einen ist der als „Eislaufverein“ gegründete Klub nicht nur einer der ältesten Vereine Tirols, sondern diesbezüglich auch in einem österreichischen Ranking ganz vorne zu finden.

Mit der im Jahre 1904 entstandenen Tennissektion war der nunmehrige Ganzjahres-Sportverein ein besonderer gesellschaftlicher Treffpunkt in Innsbruck. Die abwechslungsreiche Geschichte mit zwei Weltkriegen und auch sonstigen zahlreichen Rückschlägen ist eine spannende Story und hat in allen Perioden jeweils den überzeugenden Beweis erbracht, dass der TK IEV mit initiativen und einsatzfreudigen Funktionären aus den eigenen Reihen immer in der Lage war, die auftretenden Probleme zu bewältigen und zukunftsträchtige Lösungen in Angriff zu nehmen und auch zu verwirklichen.

Mit zwei herrlichen Anlagen – sowohl jene am jetzigen Messegelände in der Falkstraße als auch unserer bestehenden mit Festhalle in der Reichenau – wurden außergewöhnliche Sportstätten geschaffen, die als Tennis-Reihenanlagen bei ihrer Entstehung über die Landesgrenzen hinaus neue Maßstäbe setzten. Lage, Ausstattung und Qualität der Plätze sind nach wie vor höchster Standard.

In sportlicher Hinsicht konnte der Verein außergewöhnliche Erfolge erzielen und zählt auch in dieser Hinsicht zu den erfolgreichsten Tennisklubs Österrreichs. Das dabei aus den eigenen Reihen besondere Spielerpersönlichkeiten hervorgegangen sind – Hausmann, Egert, Schuster-Kofler, Hainka, Tunner, Schießling und vor allem Hoskowetz – um nur die wichtigsten anzuführen – ist ein besonders positiver Leistungsbeweis.

Die Funktionäre des Vereins waren aber auch immer bereit, Aufgaben über den Vereinsbereich hinaus zu übernehmen und stellten auf den verschiedensten Ebenen vielbeachtete Führungspersönlichkeiten. So wurde beispielsweise der Tiroler Tennisverband von 1950 bis 2000 ausschließlich von IEV-Mitgliedern geführt.

Die wechselhafte aber spannende Geschichte des TK IEV spiegelt natürlich auch die gesellschaftlichen Veränderungen in den Jahrzehnten wieder. Dies gilt vor allem für die Zeit ab 1960, als sich die Tennissektion verselbständigte. Seither vollzog sich ein rasanter Wandel von der Elitärsportart zum Breitensport. Allerdings wurde durch verschiedene Faktoren die Position der Sportart Tennis und der Zuzug zu Vereinen immer schwieriger, sodass die Mitgliederzahlen trotz verschiedenster Maßnahmen sukzessive sanken und die Jugendarbeit durch die Entstehung unterschiedlichster Trendsportarten immer problematischer wurde. Auch die sportpolitische Entscheidungen im Rahmen der EU führten zu wesentlichen Veränderungen, die vor allem den Mannschaftssport betroffen haben. Trotzdem konnte sich der Verein stabilisieren und bietet nicht nur ausreichende sportliche Betätigungsmöglichkeit für alle Altersgruppen sondern auch ein umfangreiches gesellschaftliches Programm.

Für die wesentlichen Stationen der Vereinsgeschichte ist den Gründern und verschiedenen Präsidenten – vor allem den fünf Vorgängern seit 1960 – samt Funktionären ebenso zu danken, wie den zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern, die sich stets voll für den TK IEV einsetzten. Gerade in den letzten 25 Jahren wäre ein Sportbetrieb und eine entsprechende Jugendförderung ohne Sponsoren nicht aufrecht zu erhalten gewesen. Auch in diesem Bereich hatte der Traditionsverein mit vier namhaften Unternehmen das Glück des Tüchtigen, mit dem Hauptsponsor MED-EL im besonderen.

Zu danken ist bei einem solchen Anlaß natürlich auch den öffentlichen Stellen, sowohl dem Land Tirol als auch im besonderen dem Grundeigentümer unserer Anlage, der Stadt Innsbruck mit denen ein mehr als konstruktives Verhältnis besteht. Last but not least bedanke wir uns bei den derzeitigen Vorstandskollegen für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschen einem stets aktiv-lebendigen IEV noch viele schöne Jahre als einer der Aushängeschilder im Tiroler Sport.

Trauerweide